Berabecka Boandlbräu

Herzlich Willkommen in der virtuellen Brauerei!

Während ich das jetzt schreibe, trinke ich noch die letzten 3 Bier, die ich von der Reise mit nach Hause gebracht habe, 2 mal Peroni (Italien) und ein Beck's: Ich habe die Reise gemacht, weil ich einfach mal raus aus meinem Leben wollte, und das ist mir zum Teil geglückt. Man kann aber nicht vollständig raus, man ist ja immer noch derselbe, auch wenn man weit weg ist, und nicht die normale Beschäftigung hat. Gedanken, irgend etwas völlig anderes in meinem Leben zu tun, sind abwegig. Was soll schon großartig anders werden, und warum soll mir das besser gefallen? Allerdings ein paar Denkanstöße hats schon gebracht und auch etwas Ruhe, die ich ganz dringend gebraucht habe. Ein paar Dinge weiß ich auf jeden Fall, was ich nicht mehr machen werden. Das steht fest. Ich werde nie wieder versuchen, von Straßenmusik zu leben. Mir macht Musik machen schon Spaß, auch eine Show zu machen, zur Not sing ich auch noch ein "Marmor Stein und Eisen bricht", aber dann, wenn ich will, und nicht wenn ich muß. Bevor ich losgefahren bin, war auch noch ein Gedanke im Raum, den man vielleicht so umschreiben könnte: "Zurück in die Steinzeit". Also leben mit minimalem Aufwand, sich um das notwendigste kümmern, Essen, Trinken, Wohnung, und sich ansonsten die Sonne auf das Haupt scheinen lassen. Das bin ich aber nicht. Wie habe ich mich auf das warme Bad zuhause gefreut. Auf eine warme Bude mit Licht, Büchern, musizieren, kommunizieren. Ich freu mich, auch das Fahrrad die nächste Woche mal stehen zu lassen. Auch für zukünftige Urlaube werde ich das Fahrrad nur noch für kleine Entfernungen nutzen, nicht mehr als Hauptfortbewegungsmittel. Mein Arsch dankts mir. Auch das mit dem Zelten wir in zukünftigen Urlauben eine Ausnahmeerscheinung bleiben. Das ist einfach nichts für mich. Auch die Sucherei nachts nach einem Zeltplatz. Da hab ich einfach keine Lust mehr abends noch nicht zu wissen, wo ich nachts schlafe. Und eins weiß ich auch ganz sicher, was ich nie wieder machen werde, nämlich Garnelen essen. Da fragt mich die Dame in dem Restaurant auch noch: Verstehen sie französisch? Klar, un peu, ein bißchen, und dann erklärt sie mir das Tagesmenue: Carcuterie hab ich verstanden, was vom Metzger, na ja ist doch gar nicht so schlecht, den Rest hab ich nicht verstanden. Dann kam so eine Art Brotzeitteller (vom Metzger halt) und ich denk mir, na ja, ein Mittagessen hab ich mir zwar anders vorgestellt, aber es kommt ja noch was, und das korsische Geräucherte war ja auch nicht schlecht. Die Bedienung räumt den Teller ab und nach kurzer Zeit kommt sie wieder mit einem Haufen rosa Ungeziefer auf dem Teller und ich denk noch, das wird doch nicht wohl für mich sein. Rosa ist ja auch nicht meine Lieblingsfarbe, oder, aber es WAR mein Teller. Diese Garnelentiere erinnern mich an Kakerlaken. Es war grausam, dieses pulen, bäh, da bleibt mehr Müll übrig, als essbares. Ein ganzer Teller voll aber die Höflichkeit wollte auch nichts übrig lassen. Dann gabs noch lecker Apfelkuchen. Nie wieder Garnelen!