Ich wundere mich immer ueber die Genuegsamkeit der Leute. Die meisten scheinen zufrieden zu sein, mit dem, was sie sind,und mit dem, was sie machen. Warum bin ich das nicht? Ich haette allen Grund dazu, oder anders gesagt, wenn ich schon nicht, wer dann? Damit setz ich niemanden herab. Aber, was soll ich sagen, mir geht es gut. Ich mache eine Arbeit, die ich mir selber rausgesucht habe und mir auch nahezu immer Spass macht. Und doch schwingt immer eine gewisse Unzufriedenheit mit, als haette ich mein Ziel noch nicht erreicht. Den langen Urlaub, den ich mir grad eingebildet habe, der ist es auch nicht. Ja, es war gut, mal eine Pause zu machen um aus dem Alltagsgetuemmel herauszukommen, um zu sehen, es geht auch anders. Aber schoen langsam wird mir langweilig. Ich brenne darauf, was zu tun, aber ich weiss nicht was. Klar zu Hause waere mit der Langeweile gleich wieder Schluss. Ruck Zuck ist man wieder eingespannt und wird mit dies und jenem beschaeftigt. Ich will aber nicht einfach beschaeftigt sein. Ich will was tun, worin ich einen Sinn sehe, aber ich sehe nichts. Wobei, wenn ich ehrlich bin, ist mir das Beschaeftigt sein immer noch lieber, als das Garnixtun. Dies Woche haben Patrick und Babsi einen Teil eines Weingartens umgepfluegt und ich habe einen Tag mitgeholfen die Pflanzen herauszureissen. Das war schon anstrengend, so aehnlich wie das Radfahren, aber mir erschien es sinnvoller als das Radfahren und ich war beschaeftigt. So, jetzt trink ich auf meinen Geburtstag noch ein Bier. Das ist vielleicht auch nicht besonders sinnvoll, aber hier bin ich heute abend noch beschaeftigt. Morgen such ich mir dann was sinnvolles.