Morgen fahre ich mit dem Zug nach Marseille weiter. Meine Knochen brauchen mal etwas Pause. Bisschen rumschauen am Hafen, was essen und dann weiter. Schoen langsam komme ich an den Punkt, wo mir die Sinnlosigkeit meiner Reise bewusst wird. Ich habe mir feuchtes Toilettenpapier zugelegt, ach wie schwul, aber die Waschmoeglichkeiten sind halt nicht dicht gesaet. Tagsueber sorge ich dafuer, dass mein koerper ueberanstrengt wird, abends dann was Essen gehen.
Pizza, Spaghetti, Doener. Bein gerichten weiss ich auch wie man sie franzoesisch ausspricht. Dann ein paar Bier trinken, ich vertrag einfach keinen Wein, ich habs ausprobiert. 4 - 5 Euro kostet eine Halbe, da wirds dir schwindlig, aber nur vom Preis, nicht von dem duennen Bier. Dann Herberge suchen, was heisst, ich suche mir eine Wiese fuer mein Zelt, was manchmal mehr oder weniger leicht faellt. Zelt aufbauen und vielleicht noch eine Dose Bier aufmachen. Ich hab mittlerzeile imme ein Paar dabei. Dann schlafen gehen und bei Bedarf Ohrenstoepsel rein. Auf dieser sich fast selbstauflasenden Reisematratze schlaeft man im uebrigen nicht schlecht. Dann aufstehen und die scheiss Fahrerei wieder von vorn. Vor lauter Angst, dass mir die Zeit nicht reichen wuerde, habe ich mittlerweile in 10 Fahrradtagen ca. 2/3 des geplanten Weges hinter mich gebracht. Aber der Weg wird mir wohl nicht ausgehen. Noch dazu wird das Gelaende schwieriger und die Fahrlust kleiner.